Psychologische Leistungs- und Arbeitsdiagnostik wird unterstützend und bedarfsorientiert im Rahmen von Auswahl- oder Platzierungsentscheidungen eingesetzt. Sie ermöglicht eine objektivierende quantitative und qualitative Erfassung von Leistungsmerkmalen des Mitarbeiters einerseits sowie den Anforderungen am entsprechenden Arbeitsplatz andererseits. Diese Ergebnisse werden im Rahmen eines Profilings einander gegenüber gestellt. Ziel ist es, einen neuen Mitarbeiter so auszuwählen oder einen bereits angestellten Mitarbeiter im Unternehmen an neuer Stelle so zu platzieren, dass das ihm zugedachte Aufgabenfeld seinen Fähigkeiten und Neigungen in optimaler Weise entspricht. Aus dieser Analyse können sich bedarfsorientierte Interventionen und Tätigkeitsbedarfe ableiten.

An anderer Stelle des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, nämlich bei der generellen Erfassung und Bewertung des aktuellen betrieblichen IST-Zustandes oder der Evaluation der eingeleiteten Interventionen, wird psychologische Leistungs- und Arbeitsdiagnostik ebenfalls eingesetzt. Hier kann sie zum Beispiel in Form von gezielten Mitarbeiterbefragungen mit standardisierten oder auf den Betrieb zugeschnittenen Instrumenten stattfinden.